Kategorie: Aktuelles

Aghet: Konzert in Brandenburg

Aktuelles

Kammerkonzert in der St. Gotthardtkirche

1. Mai 2016 | 17 Uhr
Brandenburg an der Havel

Vache Sharafyan (Armenien)
Geigen-Trio Look lovingly, O merciful Father
Stanko Mladic, Mersiha Teskeredzic und Sigrid Penkert, Violine

Cenk Erbiner (Türkei)
Viola-Duo In letzter Sekunde
Cenk Erbiner und Sasa Mirkovic, Viola

Ulvi Cemal Erkin (Türkei)
Streichquartett
Stanko Mladic und Sigrid Penkert, Violine
Eda Aslanoğlu, Viola und Sabine Grüner, Cello

Vache Sharafyan
Surgite Gloriae
für Viola, Duduk, Horn, Bariton/Altus und Streichorchester
Matthias Worm, Viola
Araik Bartikian, Duduk
Evelin Varga, Horn
Carl Thiemt, Bariton/Altus
Musikerinnen und Musiker der Dresdner Sinfoniker mit armenischen, türkischen, bosnischen und serbischen Gästen
Dirigent: Premil Petrović

Eintritt frei – um Spenden wird gebeten

Im Anschluss an das Konzert laden die Dresdner Sinfoniker ihr Publikum zu einem Gespräch mit den Musikern und den Komponisten zum Thema “Völkermord an den Armeniern” in das Interkulturelle Zentrum an der Gotthardtkirche herzlich ein.


Die 40 Tage des Musa Dagh

Die vierzig Tage des Musa Dagh

Theaterstück nach dem gleichnamigen Roman von Franz Werfel mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen des Vizthum-Gymnasiums und des Gymnasiums Dresden-Plauen

Fr, 29. April 2016 | 19 Uhr
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden

Regie: Tom Quaas | Dresdner Sinfoniker unter der Leitung von Premil Petrovic

Es war das Jahr 1915, als das Bergmassiv des „Musa Dagh“ südlich der heutigen türkischen Stadt Iskenderun zum Schauplatz eines Ereignises wurde, das im Kontext des Genozids an den Armeniern vor hundert Jahren absolut einzigartig blieb: 5000 Bewohner aus sechs armenischen Dörfern flohen auf den „Mosesberg“, um gegen die herannahenden Truppen der Türken Widerstand zu leisten. Diese bewegende Geschichte hat Franz Werfel zum Kern seines 1000-seitigen Romans gemacht. Die vierzig Tage des Musa Dagh gilt vielen als das wichtigste literarische Werk zum Völkermord an den Armeniern überhaupt.

Im Rahmen des musikalischen Erinnerungsprojekts aghet – ağıt beschäftigen sich nun seit Anfang des Jahres rund 60 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Dresden-Plauen und des Vitzthum-Gymnasiums unter der Leitung des Regisseurs und Schauspielers Tom Quaas mit einer Dramatisierung dieses großen Stoffs. Mit der Uraufführung am 29. April im Festspielhaus Hellerau möchte die junge Theatertruppe unter Mitwirkung der Dresdner Sinfoniker die hochaktuellen Themen aus Werfels Roman Rassismus, Vertreibung und ethnische Säuberung einem breiten Publikum nahe bringen. Von Pegida umbrandet wollen die jungen Akteurinnen und Akteure vor allem eins: ihr Stück als Haltung, als politisches Statement verstanden wissen.

Am 23. April (18 und 20 Uhr) waren Ausschnitte aus ‘Die vierzig Tage des Musa Dagh’ im Rahmen der Langen Nacht der Dresdner Theater im Festspielhaus Hellerau zu erleben.

Die Sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange lobte das Projekt am 30. April 2016 ausführlich in einer Pressemitteilung.

Ein Vermittlungsprojekt der Dresdner Sinfoniker im Rahmen des Konzertprojektes aghet – ağit. Wir danken herzlich für die Unterstützung: Creative Europe Programm der Europäischen Union, Hauptstadtkulturfonds, Auswärtiges Amt, Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, Fonds Soziokultur und Bundeszentrale für politische Bildung.