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Die vierzig Tage des Musa Dagh

Theaterstück nach dem gleichnamigen Roman von Franz Werfel mit Schülerinnen und Schülern der 9. Klassen des Vizthum-Gymnasiums und des Gymnasiums Dresden-Plauen

Fr, 29. April 2016 | 19 Uhr
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden

Regie: Tom Quaas | Dresdner Sinfoniker unter der Leitung von Premil Petrovic

Es war das Jahr 1915, als das Bergmassiv des „Musa Dagh“ südlich der heutigen türkischen Stadt Iskenderun zum Schauplatz eines Ereignises wurde, das im Kontext des Genozids an den Armeniern vor hundert Jahren absolut einzigartig blieb: 5000 Bewohner aus sechs armenischen Dörfern flohen auf den „Mosesberg“, um gegen die herannahenden Truppen der Türken Widerstand zu leisten. Diese bewegende Geschichte hat Franz Werfel zum Kern seines 1000-seitigen Romans gemacht. Die vierzig Tage des Musa Dagh gilt vielen als das wichtigste literarische Werk zum Völkermord an den Armeniern überhaupt.

Im Rahmen des musikalischen Erinnerungsprojekts aghet – ağıt beschäftigen sich nun seit Anfang des Jahres rund 60 Schülerinnen und Schüler der 9. Jahrgangsstufe des Gymnasiums Dresden-Plauen und des Vitzthum-Gymnasiums unter der Leitung des Regisseurs und Schauspielers Tom Quaas mit einer Dramatisierung dieses großen Stoffs. Mit der Uraufführung am 29. April im Festspielhaus Hellerau möchte die junge Theatertruppe unter Mitwirkung der Dresdner Sinfoniker die hochaktuellen Themen aus Werfels Roman Rassismus, Vertreibung und ethnische Säuberung einem breiten Publikum nahe bringen. Von Pegida umbrandet wollen die jungen Akteurinnen und Akteure vor allem eins: ihr Stück als Haltung, als politisches Statement verstanden wissen.

Am 23. April (18 und 20 Uhr) waren Ausschnitte aus ‘Die vierzig Tage des Musa Dagh’ im Rahmen der Langen Nacht der Dresdner Theater im Festspielhaus Hellerau zu erleben.

Ein Vermittlungsprojekt der Dresdner Sinfoniker im Rahmen des Konzertprojektes aghet – ağit. Wir danken herzlich für die Unterstützung: Creative Europe Programm der Europäischen Union, Hauptstadtkulturfonds, Auswärtiges Amt, Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz, Kulturstiftung des Freistaates Sachsen, Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, Fonds Soziokultur und Bundeszentrale für politische Bildung.