Die Dresdner Sinfoniker

Die Dresdner Sinfoniker gehören zu den führenden Sinfonieorchestern für zeitgenössische Musik und wurden 1997 von Markus Rindt und Sven Helbig gegründet. Das Ensemble arbeitet ausschließlich projektorientiert und deckt dabei Zusammenhänge zwischen wegweisenden Strömungen aktueller Musik auf, wo niemand sie vermutet. Die Produktionen der Dresdner Sinfoniker – Musiker nahezu aller wichtigen Orchester Europas spielen dafür zusammen – wurden vielfach ausgezeichnet (UNESCO-Sonderpreis „Welthorizont“, ECHO Klassik u.a.).

Doch beschränkt sich die Qualität der Musiker nicht auf musikalische Exzellenz allein. Die Dresdner Sinfoniker sind ein Laboratorium für Multimediaprojekte, die Töne sichtbar und Farben hörbar machen. Ihre Aufnahmesituationen sind Ausnahmesituationen: Statt im Orchestergraben sitzt das Orchester auf Balkonen eines riesigen Plattenbaus (Hochhaussinfonie, 2006); der Dirigent steht nicht vor seinen Musikern, er wird zugeschaltet wie ein Hologramm aus dem Jenseits (Erstes Ferndirigat der Welt, 2008).

Die meisten Mitglieder der Dresdner Sinfoniker haben den Fall der Berliner Mauer erlebt, darum ist es kein Zufall, dass sie nicht nur zwischen den verschiedenen Kunstsparten Fenster aufstoßen möchten, sondern auch Mauern einreißen zwischen Israel und Palästina (Symphony for Palestine, 2013), der Türkei und Armenien (Aghet, 2015), Russland und der Ukraine (Panzerkreuzer Potemkin, 2018). Die großen Open Air-Veranstaltungen der Dresdner Sinfoniker aus Großwandprojektionen und Live-Improvisationen sind komplexe „Partituren von Ereignissen“ (Ferdinand Kriwet).

Sie haben die künstlerische Kraft, das Publikum aufsehen und aufhorchen zu lassen. Die Dresdner Sinfoniker können auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit mit renommierten Solisten und Dirigenten zurückblicken. Unter ihnen sind Namen wie das Kronos Quartett, René Pape, Bryn Terfel, Katharina Thalbach, Andreas Boyde, Peter Bruns, Jonathan Nott und viele andere. Konzertreisen führten die Dresdner Sinfoniker u.a. nach Großbritannien, Griechenland, Spanien, Frankreich, Armenien, Serbien, Israel, ins Westjordanland, in die Türkei und nach Mexiko.

Die Dresdner Sinfoniker werden mitfinanziert von der Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz und durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Vergangene Projekte von 1998 – 2008 (Auswahl)

1998   Debütkonzert der Dresdner Sinfoniker
1999   Zappa-Nacht
1999   Musik aus Tadschikistan, Aserbaidschan, Georgien und Armenien
1999   Apocalypse – für Rockband und Orchester
2000   Star-Wars-Nacht
2000   Zauberworte – Drei Uraufführungen
2001   Not Mozart
2001   Die Zwitschermaschine
2002   Chinesische Nacht
2003   Johnny & Jones – Niederländische Staatsoper & Dresdner Sinfoniker
2003   Mein Herz brennt – Rammstein & Dresdner Sinfoniker
2004   Panzerkreuzer Potemkin – Pet Shop Boys & Dresdner Sinfoniker
2005   Kronos Quartett & Dresdner Sinfoniker
2005   A Tribute to Mikis Theodorakis – Gastspiel in Griechenland
2006   Hochhaussinfonie – Pet Shop Boys & Dresdner Sinfoniker
2006   Winners – Gastspiel in Paris
2008   Ferndirigat – 10 Jahre Dresdner Sinfoniker
2008   A Space Odyssey
2008   The Last Shadow Puppets