Symphony for Palestine

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Symphony for Palestine

Es war ein lang gehegter Plan und blieb lange Zeit ein Wagnis: Die Dresdner Sinfoniker reisten 2013 nach Ost-Jerusalem und in das Westjordanland, um das Werk „Symphony for Palestine“ mit Musik des weltbekannten iranischen Komponisten Kayhan Kalhor gemeinsam mit palästinensischen und aserbaidschanischen Solisten zur Aufführung zu bringen.

Gewidmet ist„Symphony for Palestine“ zwei Palästinensern: Juliano Mer-Khamis, dem ermordeten Leiter des Freedom Theatres in Jenin, sowie dem elfjährigen Ahmed Khatib, den ein israelischer Soldat 2005 erschoss, weil er die Wasserpistole des Jungen für eine scharfe Waffe hielt. Seine Geschichte ging um die Welt, denn seine Eltern spendeten Ahmeds Organe fünf israelischen Kindern.

Inspiriert von diesen tragischen Ereignissen verknüpft der iranische Komponist Kayhan Kalhor traditionelle persische Melodien sowie Elemente arabischer Volksmusik mit dem Klang eines europäischen Streichorchesters und orientalischen Instrumenten.

Die Dresdner Sinfoniker widmen sich seit ihrer Gründung ausschließlich der zeitgenössischen Musik. Sie sehen sich als Mittler zwischen unterschiedlichen Traditionen und Kulturen. Trotz unzähliger Hindernisse reisten sie ins Westjordanland und setzten ein unüberhörbares Zeichen für die völkerverbindende Kraft der Musik.

„Symphony for Palestine“ wurde gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, die Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank und war eine Koproduktion der Dresdner Sinfoniker und Ben Deiß.

Unser Dank gilt: Ahmad Aqil, Omar Barghouti, Ben Bernhard, Boomtown Media, Dan Coleman, Sharaf DarZaid, Salwa Duaibis, Hans-Peter Eckardt, Edward Said National Conservatory of Music, Hussein Mousa Faqih, Murat Gök & Pilot Gallery Istanbul, Olivia Güthling, Mohammad Halayka, Girina Holland, Franziska Jahn, Anne Jung, Mamoun Kanaan, Muna Khleifi, Stefan Kobsa, Raed Al Kobari, Sonja Leinkauf, Axel Lische, Dr. Bernhard Freiherr von Löffelholz, Firas Mahajneh, Torsten Maß, Miri & Yossi, Martin Morgenstern, Vazeh Mustafa, Lea Muth, Nassar Nassar, Ilona Nawa, Sanne Neumuth, Mirko Nowak, Bisher Qassis, Dagmar Quentin, Ossama Quteineh, Stefan Rindt, Frank Bongo Rotzsch, Michael Schwarz, Yuval Shaked, Marc Sinan, Isabel Soffer, Friederike Tappe-Hornbostel und Marcus Vetter.

Fotos: Klaus Gigga, Martin Morgenstern, Sabine Grüner, Annekathrin Rammelt, Markus Rindt. Cover photo courtesy of Murat Gök / PILOT Gallery, Istanbul

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Termine

1. Oktober 2011 | 20 Uhr | Dresden
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste Dresden
Eröffnungskonzert Tonlagen – Dresdner Festival der zeitgenössischen Musik

30. Mai 2013 | 20 Uhr | Ramallah
Ramallah Cultural Palace

1. Juni 2013 | 20 Uhr | Jerusalem
Al Hakawati Palestinian National Theater

2. Juni 2013 | 20 Uhr | Jenin
Cinema Jenin

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Aktuelles

Cinema Jenin schließt seine Türen für immer

10. Dezember 2016

Verschiedene Zeitungen haben in den letzten Wochen über das Ende von Cinema Jenin berichtet. Jetzt, nach Monaten der Verhandlungen, müssen wir leider zur Kenntnis nehmen, dass Cinema Jenin seine Türen für immer schließt. Die Besitzer von Cinema Jenin haben entschieden, das Kino an einen Investor zu verkaufen, der ein Einkaufszentrum an seiner Stelle errichten wird. Cinema Jenin kam 2014 das erste Mal in ernsthafte finanzielle Schwierigkeiten. Nach fünf Jahren großzügiger finanzieller Unterstützung musste sich die Evangelische Kirche in Frankfurt anderen Projekten zuwenden. Um erneut Aufmerksamkeit auf das CJ Projekt zu lenken, haben wir letztes Jahr eine Benefiz-Tour mit dem Film CINEMA JENIN durch Deutschland, die Schweiz, Österreich und Liechtenstein organisiert. Doch leider konnten wir nur sehr kleine finanzielle Mittel akquirieren. Zur selben Zeit lief auch unser 8-Jahres-Vertrag aus und die Besitzer kündigten eine massive Mietpreiserhöhung an, viel mehr als Cinema Jenin bezahlen konnte. Schließlich stand die Entscheidung der Besitzer, das Kino zu verkaufen … weiterlesen

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Personen

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Kayhan Kalhor

Komponist

Der Komponist und Solist Kayhan Kalhor zählt zu den weltweit renommiertesten Meistern der iranischen Stachelfidel Kamancheh  … weiterlesen

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Markus Rindt

Künstlerischer Leiter

Der Intendant der Dresdner Sinfoniker wurde 1967 in Magdeburg geboren. Er besuchte von 1979-1985 die Spezialschule für Musik Carl-Maria … weiterlesen

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Benjamin Deiß

Kreativ Direktor

Benjamin Deiß studierte von 2000 bis 2005 in Hamburg und in London Filmproduktion und Regie. Im Anschluss an sein Studium … weiterlesen

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Andrea Molino

Dirigent

Der Komponist und Dirigent Andrea Molino ist in Turin geboren und lebt heute in Zürich. Er war von 1996 bis 2007 musikalischer Leiter der … weiterlesen

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Shane Shanahan

Perkussion

Seit über fünfzehn Jahren bereist Shane Shanahan die ganze Welt und arbeitet mit so verschiedenartigen Künstlern wie … weiterlesen

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Ali Bahrami-Fard

Santur

Der anerkannte Santur-Solist Ali Bahrami wurde am 28. Juli 1981 im iranischen Shiraz geboren. Er graduierte in Musik an der Universität … weiterlesen

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Kamil Shajrawi

Oud

Kamil Shajrawi wird heute als einer der bedeutendsten Musiker der arabischen Welt gesehen, der sich auf die klassische orientalische  … weiterlesen

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Sa’ad Mohamed Hassan

Arabische Geige

Sa’ad Mohamed Hassan wurde 1940 in Ashmoun, Ägypten geboren. Er begann sein Musikstudium am Musikinstitut … weiterlesen

Medienecho

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Süddeutsche Zeitung

vom 01.06.2013

Der Kulturpalast von Ramallah ist ein bulliger Bau mit 800 plüschigen Plätzen, und wer hier auftreten will, der muss erst einmal an den beiden … weiterlesen

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Frankfurter Rundschau

vom 01.06.2013

Kurz vor Konzertbeginn macht sich Nervosität breit. Werden die Palästinenser kommen? Die Dresdner Sinfoniker und ihr Dirigent Andrea … weiterlesen

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Neue Musikzeitung

vom 31.05.2013

Nur langsam füllt sich der große Saal des Cultural Palace in Ramallah. Gekommen sind überwiegend junge, modern gekleidete … weiterlesen

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Al Arabiya

vom 31.05.2016

A symphony dedicated to two Palestinians killed in the West Bank has received its first performance in the Israeli-occupied territory after … weiterlesen

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Haaretz

vom 30.05.2013

Two German musicians are presenting a symphony in East Jerusalem and the West Bank dedicated to their murdered Palestinian … weiterlesen

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Dresdner Neueste Nachrichten

vom 30.05.2013

Wer als Journalist mit einem Orchester auf Reisen war, weiß um die mitunter kapriziösen Eigenarten von Musikern. Anders ist da die Erfahrung … weiterlesen

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Dresdner Neueste Nachrichten

vom 14.05.2013

Schon immer waren die Konzerte der Dresdner Sinfoniker ungewöhnlich: Musik aus China, Südamerika, dem Kaukasus, die Hochhaus … weiterlesen

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New York Times

vom 08.05.2013

A few years in the making, a Middle East tour of a work called “Symphony for Palestine” will come to Ramallah, East Jerusalem and Jenin … weiterlesen

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Sächsische Zeitung

vom 02.10.2011

Mit der Uraufführung des Werkes „Cinema Jenin – A Symphony“ ist am Samstagabend in Hellerau das Dresdner TonLagen Festival für … weiterlesen

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Freie Presse

vom 01.10.2011

Eigentlich sollte der Dokumentarfilm „Cinema Jenin“ in diesem Herbst im Westjordanland Weltpremiere feiern, im Kino von Dschenin  … weiterlesen

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Die Zeit

vom 29.09.2011

Wenn Markus Rindt sich etwas in den Kopf gesetzt hat, erscheint ihm wenig unmöglich. Mal postierte der Intendant seine Dresdner … weiterlesen

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Dresdner Neueste Nachrichten

vom 28.09.2011

Die kleine Stadt Dschenin im Westjordanland galt lange als Terroristenhochburg und ist wegen einer Tragödie bekannt. Hier erschossen israelische  … weiterlesen