Kategorie: Projekte

Endless Pleasures

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Endless Pleasures

Survival

Endless Pleasures – Survival

Im April sind die Dresdner Sinfoniker in der transmedialen Musikperformance ENDLESS PLEASURES – SURVIVAL der Marc Sinan Company zu erleben: Im letzten Teil der mehrteiligen Serie “Endless Pleasures“ des Komponisten und Musikers Marc Sinan geht es – angelehnt an die Geschichte von Orpheus und Eurydike – um den Traum von einer Liebe, die den Tod überwindet. Doch was passiert eigentlich, nachdem Orpheus Eurydike für immer verloren hat?

In Marc Sinans zeitgenössischer Variation des Mythos ist die Liebe keine metaphysische, sondern ihr Sieg besteht schlicht im Überleben, im Weitermachen nach dem Verlust. SURVIVAL heißt die transmediale Musikperformance deshalb. Und sie widmet sich der hochaktuellen Frage, wie Zusammensein trotz Entfernung möglich ist. Entstanden ist die dreiteilige Serie unter dem Titel ENDLESS PLEASURES 2019 nämlich als deutsch-chinesische Kollaboration. Dann kam Covid-19 und nicht nur die Einreise des Ensembles ConTempo Beijing ist unmöglich geworden. Das aktuelle Abstandsgebot spiegelt sich auf vielen Ebenen in dem Stück:

Die Besucher*innen durchschreiten, vereinzelt, wie Orpheus gespannt suchend, eine mythisch-medial aufgeladene Szenerie. Hier erwachen auf 36 großen LED-Panels die zwölf Musiker*innen sowie eine Performerin zu virtuellem Leben. Das Studio für digitale Kunst schnellebuntebilder konzipierte dafür einen akustisch-visuellen Erfahrungsraum, in dem das Publikum Teil der Handlung wird. Erst wer sich jedoch aktiv durch die vom musikalischen Algorithmus gesteuerten Bild- und Klangebenen bewegt, wird Kontakt aufnehmen mit der suggestiven und synästhetischen Klangwelt Marc Sinans. Dieser bringt Neue Musik mit traditionellen chinesischen Instrumenten in einem musiktheatralen Kontext zusammen und begleitet uns auf dem Weg in die Unterwelt und zurück. Allerdings: Es erscheinen die Musiker*innen akustisch und visuell entrückt, lediglich medial vermittelt. Die Besucher*innen tauchen zwar gänzlich ein in ihre tranceartige Welt aus Musik und Bildern, bleiben aber letztlich unter sich, erleben die Künstler*innen als digitale Schatten. Wir bleiben erinnert an unseren eigenen Verlust von Nähe und unmittelbarer Zuwendung während der Pandemie. ENDLESS PLEASURES – SURVIVAL führt uns auch vor Augen, wie stark die physische Abwesenheit von Künstler*innen auf einer Bühne schmerzt.

Wir haben die Aufführung so konzipiert, dass sie an unterschiedliche Einschränkungen anpassbar ist: Einerseits wird SURVIVAL von 15 bis 22 Uhr durchgängig als begehbare digitale Installation zu sehen sein. Zusätzlich kann es eine Live-Performance um 19:30 Uhr geben. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden.

Ensemble ConTempo Beijing
Xiong Xiohan (Dizi)
Fanhe Liu (Pipa)
Jiakang Zhang (Zheng)
Yang Zheng (Sheng)

Dresdner Sinfoniker
Juliane Baucke (Horn)
Robin Hayward (Tuba)
Mathias Gunnarsson (Trompete)
Johannes Lauer (Posaune)

Marc Sinan Company
Oguz Büyükberber (Klarinette, Modularer Synthesizer)
Daniel Eichholz (Schlagzeug)
Daniel Gloger (Gesang)
Marc Sinan (E-Gitarre. Elektronik)

Termine

8. – 11. April 2021 | 15 – 22 Uhr | Berlin
Spreehalle
Transmediale Installation

17. April 2021 | 15 – 22 Uhr | Dresden
Deutsche Werkstätten Hellerau
Transmediale Installation
Veranstaltung muss leider abgesagt werden 🙁

Komposition, Musikalische
& Künstlerische Leitung

Marc Sinan

Libretto
Maike Wetzel

Stage Design
schnellebuntebilder

360° Sound Design
Karten Lipp

Performance-Konzept & Objekte
Ulrike Langenbein

Dramaturgie
Holger Kuhla, Maike Wetzel

Performance
Rike Schuberty

Eine Ko-Produktion der Marc Sinan Company mit den Dresdner Sinfonikern in Kooperation mit den Deutschen Werkstätten Hellerau. ENDLESS PLEASURES – SURVIVAL wird gefördert im Fonds Doppelpass der Kulturstiftung des Bundes, durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und durch die Kunststiftung Sachsen-Anhalt.

Aktuelles

Offener Brief an Frank-Walter Steinmeier | Absage des Konzertes in Istanbul

Lieber Frank-Walter Steinmeier, die schriftliche Antwort und Absage des Auswärtigen Amts auf unseren ausdrücklichen Wunsch, das Konzert in Istanbul nicht zu verschieben, endet mit den Worten: “Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass  … weiterlesen

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Künstler

Premil Petrović

Dirigent

Premil Petrović ist Gründer, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des No Borders Orchestra. Er hat Dirigieren unter Professor Winfried … weiterlesen

Andreas Boyde

Pianist

Der gefragte Pianist bereist international führende Musikzentren und konzertiert als Solist mit namhaften Orchestern wie dem London … weiterlesen

Andreas Gundlach

Keyboards

Andreas Gundlach, 1975 in Hannover geboren, begann nach dem Zivildienst 1995 in Dresden ein Klavierstudium an der Hochschule für Musik Carl Maria … weiterlesen

Peter Till

Musikmaschinist

Der Werkzeugmacher Peter Till lebt in Dresden und ist seit 1981 freiberuflicher Musiker. Er ist Erfinder, Erbauer und Bediener des Druckluft … weiterlesen

Enrico Chapela

Komponist

Enrico zählt zu den aufregendsten Talenten der zeitgenössischen Musik aus Lateinamerika. Er erhielt seine Ausbildung am Centro de … weiterlesen

Tom Götze

Bass

Tom Götze, geboren 1968 in Dresden, studierte von 1984 bis 1990 Tuba, Bassgitarre und Kontrabass an der Musikhochschule in Dresden. Seit seinem … weiterlesen

Harald Thiemann

Perkussionist

Harald studierte Klassisches Schlagwerk an der Musikhochschule Dresden. Erste Erfahrungen sammelte er als Solopauker der Dresdner … weiterlesen

Jan Zehrfeld

Gitarrist

Der Münchner Gitarrist, Komponist und Arrangeur studierte Jazzgitarre am GIT (Los Angeles), der Kunstuniversität Graz, der Sibelius … weiterlesen

Juanra Urrusti

Tenor

Der mexikanische Tenor und Komponist studierte Komposition und Operngesang am Centro de Investigación y Estudios de la Música … weiterlesen

Blazko Scaniglia

Bassbariton

Blazko Scaniglia ist ein mexikanischer Sänger und Songwriter. Seine theatralische Persönlichkeit und seine Liebe für den Operngesang … weiterlesen

Hazel Mendoza

Tenor

Hazel Mendoza Fuentes studiert Komposition an der Fakultät für Musik der Universidad Nacional Autónoma de México. Im Jahr 2016 … weiterlesen

Humberto Alarcon

Tenor

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Medienecho

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FAZ

vom 23.04.2016

Die Türkei macht auf europäischer Ebene Druck gegen das Konzertprojekt „Aghet“ der Dresdner Sinfoniker zum Genozid an den … weiterlesen

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Spiegel Online

vom 23.04.2016

Die Türkei hat offenbar auf EU-Ebene gegen das Konzertprojekt “Aghet” der Dresdner Sinfoniker zum Genozid an den … weiterlesen

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Spiegel Online

vom 25.04.2016

Der türkische Botschafter in Brüssel beschwert sich über ein Dresdner Musikprojekt – und die EU-Kommission entfernt … weiterlesen

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FAZ

vom 26.04.2016

Die große Katastrophe bleibt nur halb aus. Der Beschreibungstext des Konzertprojektes „Aghet – Die große Katastrophe“ der Dresdner … weiterlesen

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Financial Times

vom 30.11.2015

Helmut Oehring’s Massaker, hört ihr MASSAKER!, given its world premiere in Berlin last Friday, is dedicated to the protesters of … weiterlesen

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Kultur extra

vom 30.11.2015

Zwischen Orient und Abendland liegt Armenien, es bildet mit dem Berg Ararat, auf dem einst Noahs Arche landete, gewisser … weiterlesen

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Neues Deutschland

vom 01.12.2015

Im Gang des Foyers blickte einem auf gereihten Fotos das ganze Elend dieser Welt an. Frank Schultze und Christoph Püschner haben diese Bilder … weiterlesen

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ADK

Ausgabe 4/2015

Schon die Ankündigung „Ein Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker besetzt mit armenischen, türkischen und europäischen … weiterlesen


Himmel über Prohlis

Himmel über Prohlis

Am 12. September begegneten die Dresdner Sinfoniker auf ihre Weise den Herausforderungen der Corona-Pandemie mit einem bislang beispiellosen Konzert: Zahlreiche Alphörner und Blechblasinstrumente spielten von den höchsten Dächern Dresdens und verwandelten den Stadtteil Prohlis in ein fiktives Alpenpanorama. Der Komponist Markus Lehmann-Horn hatte eigens hierfür ein neues Werk geschrieben, das, wie die weiteren Stücke des Abends, die engen Grenzen des klassischen Konzertsaals sprengte.

Das Setting war spektakulär: Sechzehn Alphörner, neun Trompeten, vier Tuben und vier Dà Gǔ-Trommeln füllten ein ganzes Wohnquartier mit Klang. In fast 50 Metern Höhe, auf den Dächern von vier 17-geschossigen Gebäuden, waren die Alphornist*innen in Quartetten postiert. Auf weiteren Hochhausdächern lieferten Trompeten und Tuben weitere Klangfarben und bereicherten die spieltechnischen Möglichkeiten des Ensembles. Als Klangsockel fungierten vier chinesische Dà Gǔ-Trommeln plus Schlagwerk – aufgestellt auf dem Parkdeck des PROHLISZENTRUM. Die Musik des Konzerts nutzte die räumliche Distanz, immerhin mehrere hundert Meter zwischen den Spieler*innen; das Grundmotiv war die Verständigung der Instrumentengruppen.

Bereits am Vormittag spielten die 33 Musiker*innen in kleineren Gruppen in den Innenhöfen des Wohnviertels und ermöglichten so den Prohliser*innen mit ihnen und ihren außergewöhnlichen Instrumenten in Berührung zu kommen.

Eine Produktion der Dresdner Sinfoniker in Kooperation mit „So geht sächsisch“ und dem Societaetstheater Dresden. Gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz, die Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank, die Vonovia SE, das Stadtbezirksamt Prohlis und die Stiftung Kunst und Musik für Dresden. Mit freundlicher Unterstützung von Zuhause in Prohlis, Greve-Studio Berlin, Neumann & Müller Veranstaltungstechnik und dem Sachsen Fernsehen. Das Konzert wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes.

Download von Pressebildern & Pressemitteilung hier.

Tickets jetzt kaufen!

Termine

12. September 2020 | 11 Uhr | Dresden
Innenhöfe der Gebäude um das PROHLISZENTRUM
Kammerkonzerte & Begegnung mit den Musikern
Übersichtskarte der Konzerte
Eintritt frei

12. September 2020 | 17 Uhr | Dresden
Alphorn-Konzert auf den Dächern von Prohlis
In den Straßen rund um das PROHLISZENTRUM kostenlos zu erleben
Begrenzte Bestuhlung auf dem Parkdeck des PROHLISZENTRUM
Jakob-Winter-Platz 13 | Dresden

Programm


John Williams 
(*1932)
Olympische Fanfare
für 16 Hörner, 9 Trompeten, 4 Tubas und Dà Gû-Quartett
Arrangement: Wieland Reissmann

Giovanni Gabrieli  (1557-1612)
Canzon duodecimi toni
Sonata XX a 22
Canzon septimi toni no. 2
für 16 Hörner, 9 Trompeten und 4 Tubas
Arrangement: Wieland Reissmann

Minxiong Li  (1932 – 2009)
龙腾虎跃 – Long Teng Hu Yue
für Dà Gû-Quartett

Markus Lehmann-Horn  (*1977)
Himmel über… (Uraufführung)
für 16 Alphörner, 9 Trompeten, 4 Tubas und Dà Gû-Quartett

© Fotos: David Sünderhauf, Therese Menzel und Ben Deiß

Aktuelles

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Lieber Frank-Walter Steinmeier, die schriftliche Antwort und Absage des Auswärtigen Amts auf unseren ausdrücklichen Wunsch, das Konzert in Istanbul nicht zu verschieben, endet mit den Worten: “Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass  … weiterlesen

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Beteiligte Künstler*innen

Premil Petrović

Musikalische Einstudierung

Premil Petrović ist Gründer, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des No Borders Orchestra. Er hat Dirigieren unter Professor Winfried …weiterlesen

Alphörner

Jörg Brückner
Harald Heim
Alexander Pansa
Ingolf Liebold
Alan Korck
Andreas Roth
Daniel Dubrovsky
Rainer Bartesch
Klaus Seyfarth
Juliane Baucke
Anna Katharina Schumann
Andreas Nickel
Stephan Katte
Ralf Ludwig
Jens Pribbernow
Miklós Takácz

Markus Lehmann-Horn

Komponist

Von 2003 – 2007 studierte Lehmann-Horn Komposition für Film und Fernsehen an der Hochschule für Musik und Theater München, im Herbst 2007 …weiterlesen

Trompeten

Lukas Beno
Friederike Huy
Jörg Baudach
Csaba Kelemen
Markus Finkler
Clemens Stahmer-Ilgner
Jens Bracher
Julie Bonde
Bosco Pohontsch

Tubas

Jörg Wachsmuth
Tom Götze
Jack Adler McKean
Werner Götze

Dà Gǔ Ensemble

Perkussion

Alle vier Mitglieder des Dà Gǔ Ensembles haben einen traditionellen chinesischen Schlagwerk-Hintergrund, studierten aber auch westliche …weiterlesen

Dà Gû-Trommeln
und Perkussion

Haoyu Zhang
Lin Chen
Yu Xia
Yang-Hung Huang

Anna Schumann

Alphornistin

Anna Katharina Schumann lebt als Musikerin in Dresden. Sie studierte klassisches Horn bei Meistern in Berlin, Dresden, Oslo, Rom und Leipzig …weiterlesen

Tubas

Jörg Wachsmuth
Tom Götze
Jack Adler McKean
Werner Götze

Enrico Chapela

Komponist

Enrico zählt zu den aufregendsten Talenten der zeitgenössischen Musik aus Lateinamerika. Er erhielt seine Ausbildung am Centro de … weiterlesen

Tom Götze

Bass

Tom Götze, geboren 1968 in Dresden, studierte von 1984 bis 1990 Tuba, Bassgitarre und Kontrabass an der Musikhochschule in Dresden. Seit seinem … weiterlesen

Harald Thiemann

Perkussionist

Harald studierte Klassisches Schlagwerk an der Musikhochschule Dresden. Erste Erfahrungen sammelte er als Solopauker der Dresdner … weiterlesen

Jan Zehrfeld

Gitarrist

Der Münchner Gitarrist, Komponist und Arrangeur studierte Jazzgitarre am GIT (Los Angeles), der Kunstuniversität Graz, der Sibelius … weiterlesen

Rainer Bartesch

Alphornist

Rainer Bartesch studierte Horn, Lehramt an Gymnasien sowie Komposition für Film und Fernsehen an der Hochschule für Musik und Theater …weiterlesen

Beibei Wang

Dà Gǔ / Perkussion

Die Perkussionistin Beibei Wang ist eine international gefeierte Musikerin. Sie genoß eine musikalische Ausbildung in China und England …weiterlesen

Yu Xia

Dà Gǔ / Perkussion

Die Perkussionistin Yu Xia wurde in ShanXi in China geboren. Von 2003 bis 2007 studierte sie am Center Conservatory of Music in Peking …weiterlesen

Yang-Hung Huang

Dà Gǔ / Perkussion

Yang-Hung Huang stammt aus einem musikalischen Elternhaus in Taiwan. Im Alter von sechs Jahren erhielt er bereits Klavierunterricht von seiner …weiterlesen

Juanra Urrusti

Tenor

Der mexikanische Tenor und Komponist studierte Komposition und Operngesang am Centro de Investigación y Estudios de la Música … weiterlesen

Blazko Scaniglia

Bassbariton

Blazko Scaniglia ist ein mexikanischer Sänger und Songwriter. Seine theatralische Persönlichkeit und seine Liebe für den Operngesang … weiterlesen

Hazel Mendoza

Tenor

Hazel Mendoza Fuentes studiert Komposition an der Fakultät für Musik der Universidad Nacional Autónoma de México. Im Jahr 2016 … weiterlesen

Humberto Alarcon

Tenor

Der 1990 in Mexiko-Stadt geborene Sänger begann sein musikalisches Studium am Centro de Educación Artística des Instituto Nacional … weiterlesen

Medienecho

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DNN

vom 14.09.2020

Vom Winde verwehte Musik, über die Dächer getragen, auf einem Parkdeck gelandet, von dort wieder aufgegriffen, empor geschwungen …weiterlesen

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Freie Presse

vom 14.09.2020

Es ist mindestens olympiaverdächtig, was da am Samstagabend im Dresdner Plattenbauviertel Prohlis passiert: Prohlis, sonst eher …weiterlesen

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Süddeutsche Zeitung

vom 12.09.2020

Die Dresdner Sinfoniker haben den zentralen Platz im Plattenbauviertel Prohlis im Osten Dresdens in einen Openair-Konzertsaal verwandelt …weiterlesen

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Der Sonntag

vom 17.09.2020

Wieder einmal haben die experimentierfreudigen Dresdner Sinfoniker für Aufsehen gesorgt: Für ein Konzert sind sie auf mehrere …weiterlesen

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Financial Times

vom 30.11.2015

Helmut Oehring’s Massaker, hört ihr MASSAKER!, given its world premiere in Berlin last Friday, is dedicated to the protesters of … weiterlesen

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Kultur extra

vom 30.11.2015

Zwischen Orient und Abendland liegt Armenien, es bildet mit dem Berg Ararat, auf dem einst Noahs Arche landete, gewisser … weiterlesen

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Neues Deutschland

vom 01.12.2015

Im Gang des Foyers blickte einem auf gereihten Fotos das ganze Elend dieser Welt an. Frank Schultze und Christoph Püschner haben diese Bilder … weiterlesen

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ADK

Ausgabe 4/2015

Schon die Ankündigung „Ein Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker besetzt mit armenischen, türkischen und europäischen … weiterlesen


Mein Herz brennt

Mein Herz brennt

Orchesterlieder nach Texten und Musik der Band Rammstein

Mein Herz brennt

Der mit den Dresdner Sinfonikern unter Leitung von John Carewe, Sprecherin Katharina Thalbach und Sänger René Pape aufgeführte Zyklus „Mein Herz Brennt“ steht in der Tradition von Gustav Mahlers Kindertotenliedern nach Texten von Friedrich Rückert oder Richard Strauss‘ „Vier Letzten Liedern“ nach Vorlagen Hermann Hesses. Doch so sehr die schicksalhafte Verbindung von Text und Musik hier an die deutsche Romantik und späte Wiener Klassik erinnert, so aktuell und brisant ist doch der äußere Rahmen. Am Anfang standen Texte von Till Lindemann. Am Ende eines langen Prozesses von Transformationen stand ein Liederzyklus, wie er in Deutschland seit einem halben Jahrhundert nicht mehr komponiert wurde.

Dresdner Sinfoniker Mitgründer Sven Helbig las zunächst die Texte von Rammstein-Sänger Lindemann, ohne ihre Umsetzung durch dessen Band zu kennen. Er weilte in äußerst sensiblen Zeilen, die mit menschlichen Urinstinkten, Ängsten und Emotionen spielten. Der Dresdner Komponist Torsten Rasch war der geeignete Mann, Lindemanns Texte in einen neuen sinfonischen Kontext zu stellen. Rasch abstrahiert, doch auch er spielt mit Gefühlen und unternimmt einen Mondspaziergang in die Niederungen der Klang- und Geistesgeschichte, um von den Zeiten geläutert wieder genau in der Gegenwart aufzutauchen. Er bezieht sich auf Komponisten von Schubert bis Schönberg, versagt sich aber auch den Spaß an der Moderne nicht. Rasch experimentiert, fügt stringent zusammen, was aufs erste Ohr nicht zusammen gehört, fürchtet sich nicht vor Konservatismen und provoziert mit unerhörten Klängen. In seiner Art des Umgangs mit zeitgenössischen Texten und der historischen Einbettung brandaktuellen Gedankenguts vollzieht sich die Apotheose einer verloren geglaubten Klangsprache.

Eine Produktion der Dresdner Sinfoniker mit Förderung der Kulturstiftung Dresden der Dresdner Bank. Mit freundlicher Unterstützung von Christl und Karl Nolle, Brigitte und Heinz Rindt und Bongos Catering Team.

Termine

20. November 2003 | 20:00 Uhr | Dresden
Kulturpalast Dresden
Uraufführung

21. November 2003 | 20:00 Uhr | Berlin
ARENA Berlin

“Mein Herz brennt” – Liederzyklus nach Texten von Rammstein
Erschienen bei Deutsche Grammophon

Aktuelles

Offener Brief an Frank-Walter Steinmeier | Absage des Konzertes in Istanbul

Lieber Frank-Walter Steinmeier, die schriftliche Antwort und Absage des Auswärtigen Amts auf unseren ausdrücklichen Wunsch, das Konzert in Istanbul nicht zu verschieben, endet mit den Worten: “Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass  … weiterlesen

Protest gegen den Ausstieg der Türkei aus der EU-Kulturförderung wegen des Projektes “aghet – ağıt”

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Künstler

Premil Petrović

Dirigent

Premil Petrović ist Gründer, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des No Borders Orchestra. Er hat Dirigieren unter Professor Winfried … weiterlesen

Andreas Boyde

Pianist

Der gefragte Pianist bereist international führende Musikzentren und konzertiert als Solist mit namhaften Orchestern wie dem London … weiterlesen

Andreas Gundlach

Keyboards

Andreas Gundlach, 1975 in Hannover geboren, begann nach dem Zivildienst 1995 in Dresden ein Klavierstudium an der Hochschule für Musik Carl Maria … weiterlesen

Peter Till

Musikmaschinist

Der Werkzeugmacher Peter Till lebt in Dresden und ist seit 1981 freiberuflicher Musiker. Er ist Erfinder, Erbauer und Bediener des Druckluft … weiterlesen

Enrico Chapela

Komponist

Enrico zählt zu den aufregendsten Talenten der zeitgenössischen Musik aus Lateinamerika. Er erhielt seine Ausbildung am Centro de … weiterlesen

Tom Götze

Bass

Tom Götze, geboren 1968 in Dresden, studierte von 1984 bis 1990 Tuba, Bassgitarre und Kontrabass an der Musikhochschule in Dresden. Seit seinem … weiterlesen

Harald Thiemann

Perkussionist

Harald studierte Klassisches Schlagwerk an der Musikhochschule Dresden. Erste Erfahrungen sammelte er als Solopauker der Dresdner … weiterlesen

Jan Zehrfeld

Gitarrist

Der Münchner Gitarrist, Komponist und Arrangeur studierte Jazzgitarre am GIT (Los Angeles), der Kunstuniversität Graz, der Sibelius … weiterlesen

Juanra Urrusti

Tenor

Der mexikanische Tenor und Komponist studierte Komposition und Operngesang am Centro de Investigación y Estudios de la Música … weiterlesen

Blazko Scaniglia

Bassbariton

Blazko Scaniglia ist ein mexikanischer Sänger und Songwriter. Seine theatralische Persönlichkeit und seine Liebe für den Operngesang … weiterlesen

Hazel Mendoza

Tenor

Hazel Mendoza Fuentes studiert Komposition an der Fakultät für Musik der Universidad Nacional Autónoma de México. Im Jahr 2016 … weiterlesen

Humberto Alarcon

Tenor

Der 1990 in Mexiko-Stadt geborene Sänger begann sein musikalisches Studium am Centro de Educación Artística des Instituto Nacional … weiterlesen

Medienecho

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DNN

vom 22.11.2003

Was dem ehemaligen Kruzianer Torsten Rasch mit «Mein Herz brennt» gelungen ist, geht über eine bloße Instrumentierung weit …weiterlesen

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Neues Deutschland

vom 24.11.2003

Sein Gedichtband »Messer« bescherte Till Lindemann bei der Wahl zu den »100 peinlichsten Berlinern« im Stadtmagazin …weiterlesen

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MOZ

vom 24.11.2003

Dass sich große Sinfonieorchester der Interpretation so genannter U-Musik widmen, ist schon längst keine Seltenheit mehr …weiterlesen

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Das Opernglas

November 2003

Wenn René Pape, Deutschlands führender Bassist, die Uraufführung von ungewöhnlichen Orchesterliedern singt, ist ihm …weiterlesen

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Die Zeit

44/2003

Wenn Rockmusik auf Klassik trifft, kommt oft Übles heraus. Manchmal verhunzen Popsongs klassische Melodien, manchmal …weiterlesen

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Welt am Sonntag

vom 26.10.2003

Wenn Richard Wagners traurigster Held, König Marke, Rock hört, kommt er ins Staunen: „Ich lag da in meinem Sessel, habe Lied …weiterlesen

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Neues Deutschland

vom 01.12.2015

Im Gang des Foyers blickte einem auf gereihten Fotos das ganze Elend dieser Welt an. Frank Schultze und Christoph Püschner haben diese Bilder … weiterlesen

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ADK

Ausgabe 4/2015

Schon die Ankündigung „Ein Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker besetzt mit armenischen, türkischen und europäischen … weiterlesen


Wie Dada nach Dresden kam

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Wie Dada nach Dresden kam

100 Jahre Revolte gegen Kunst und Gesellschaft

Wie Dada nach Dresden kam

Es ist bekannt, dass neue Kunstströmungen in Dresden immer eher vorsichtig angenommen wurden. Umso ungewöhnlicher ist es, dass der Dadaismus, jene bürgerliche Werte ablehnende Kunstform, in dieser ehrwürdigen Kunst- und Kulturstadt überhaupt ankam. Von einer Handvoll Künstler*innen 1916 in Zürich begründet, bildete sich 1919 eine Dresdner Gruppe um die Maler Kurt Günther, Otto Griebel, Otto Dix und den Prager Komponisten Erwin Schulhoff und trat bis 1922 mit dadaistischen Aktionen in Dresden in Erscheinung. Jener dreijährigen Liaison unserer Stadt war dieser Abend gewidmet, zu dem die Dresdner Sinfoniker genauso beitrugen wie der Musiker Tobias Herzz Hallbauer, der Schauspieler Tom Quaas sowie die beiden Puppenspieler und Performer Heiki Ikkola und Sabine Köhler.

Die Dresdner Dada-Gruppe beteiligte sich an gesellschaftspolitisch motivierten Straßen-Happenings. Otto Dix schnitt seine Dada-Leinwände teilweise direkt aus Dresdener Ladenmarkisen. Otto Griebel nahm an einer „Heringsschlacht“ um die Prager Straße teil, als Protest gegen die Arbeitslosigkeit und aus Wut über die verdorbenen Heringe, die von einem Fischhändler als Almosen verteilt worden waren. Griebel war ebenfalls am Sturm auf das Versorgungsamt beteiligt, bei dem er Aktenbündel aus dem Fenster warf. Diese Aktion wurde durch den Einsatz des Militärs beendet. Die letzte bekannte Dresdner Dada-Veranstaltung fand Ende Mai 1922 zu Pfingsten als „Erste Freilicht-Dada-Ausstellung“ auf der Herkulesallee im Großen Garten statt.

Die Performance im September 2019 montierte collage-artig historisches Material, Texte, Musikstücke, Bilder, Originalpuppen, Polizei- und Zeitberichte und ergänzte um Werke, die von Dada beeinflusst wurden oder die Dada beeinflusst haben.

„Wie Dada nach Dresden kam“ ist eine Koproduktion der Dresdner Sinfoniker und des Societaetstheaters Dresden. Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.

Termine

13. September 2019 | 20 Uhr | Dresden
Societaetstheater Dresden, Gutmann-Saal | Premiere
Performance mit Musik von Paul Hindemith und Erwin Schulhoff
Tickets hier erhältlich

14. September 2019 | 20 Uhr | Dresden
Societaetstheater Dresden, Gutmann-Saal
Performance mit Musik von Paul Hindemith und Erwin Schulhoff
Tickets hier erhältlich

Dresdner Sinfoniker mit Musik von Erwin Schulhoff und Paul Hindemith
Performer & weitere Musiker: Andreas Boyde, Tobias Herzz Hallbauer, Sabine Köhler, Heiki Ikkola, Tom Quaas, Shahab Anousha
Tanz: Yamile Navarro
An den Turntables: DJ Bongo

© Collage: Tobias Herzz Hallbauer

Aktuelles

Offener Brief an Frank-Walter Steinmeier | Absage des Konzertes in Istanbul

Lieber Frank-Walter Steinmeier, die schriftliche Antwort und Absage des Auswärtigen Amts auf unseren ausdrücklichen Wunsch, das Konzert in Istanbul nicht zu verschieben, endet mit den Worten: “Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass  … weiterlesen

Protest gegen den Ausstieg der Türkei aus der EU-Kulturförderung wegen des Projektes “aghet – ağıt”

Wir protestieren aufs Schärfste gegen die Entscheidung der Türkei, sich nicht mehr am EU-Kulturprogramm zu beteiligen. Laut türkischen Medienberichten und Aussage der EACEA … weiterlesen

Steinmeier lobt “aghet – ağıt” Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker

„Die Deportation der armenischen Bevölkerung aus Anatolien liegt rund hundert Jahre zurück. Doch die offizielle Versöhnung des armenischen und des türkischen Volks über die Ereignisse in den Jahren 1915/16 steht weiter aus. Umso wichtiger sind Impulse für … weiterlesen

Künstler

Premil Petrović

Dirigent

Premil Petrović ist Gründer, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des No Borders Orchestra. Er hat Dirigieren unter Professor Winfried … weiterlesen

Andreas Boyde

Pianist

Der gefragte Pianist bereist international führende Musikzentren und konzertiert als Solist mit namhaften Orchestern wie dem London … weiterlesen

Andreas Gundlach

Keyboards

Andreas Gundlach, 1975 in Hannover geboren, begann nach dem Zivildienst 1995 in Dresden ein Klavierstudium an der Hochschule für Musik Carl Maria … weiterlesen

Peter Till

Musikmaschinist

Der Werkzeugmacher Peter Till lebt in Dresden und ist seit 1981 freiberuflicher Musiker. Er ist Erfinder, Erbauer und Bediener des Druckluft … weiterlesen

Enrico Chapela

Komponist

Enrico zählt zu den aufregendsten Talenten der zeitgenössischen Musik aus Lateinamerika. Er erhielt seine Ausbildung am Centro de … weiterlesen

Tom Götze

Bass

Tom Götze, geboren 1968 in Dresden, studierte von 1984 bis 1990 Tuba, Bassgitarre und Kontrabass an der Musikhochschule in Dresden. Seit seinem … weiterlesen

Harald Thiemann

Perkussionist

Harald studierte Klassisches Schlagwerk an der Musikhochschule Dresden. Erste Erfahrungen sammelte er als Solopauker der Dresdner … weiterlesen

Jan Zehrfeld

Gitarrist

Der Münchner Gitarrist, Komponist und Arrangeur studierte Jazzgitarre am GIT (Los Angeles), der Kunstuniversität Graz, der Sibelius … weiterlesen

Juanra Urrusti

Tenor

Der mexikanische Tenor und Komponist studierte Komposition und Operngesang am Centro de Investigación y Estudios de la Música … weiterlesen

Blazko Scaniglia

Bassbariton

Blazko Scaniglia ist ein mexikanischer Sänger und Songwriter. Seine theatralische Persönlichkeit und seine Liebe für den Operngesang … weiterlesen

Hazel Mendoza

Tenor

Hazel Mendoza Fuentes studiert Komposition an der Fakultät für Musik der Universidad Nacional Autónoma de México. Im Jahr 2016 … weiterlesen

Humberto Alarcon

Tenor

Der 1990 in Mexiko-Stadt geborene Sänger begann sein musikalisches Studium am Centro de Educación Artística des Instituto Nacional … weiterlesen

Medienecho

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DNN

vom 10.09.2019

Die neue Spielzeit am Societaetsheater steht im Zeichen des Wandels und endet erstmals mit Walpurgisnacht. Denn dann wird … weiterlesen

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Dresdner

vom 14.09.2019

Tobias Herzz Hallbauer hats nicht leicht. Er sitzt mitten im Publikum, eingesperrt in einen doch recht eng wirkenden Plexiglas … weiterlesen

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Spiegel Online

vom 25.04.2016

Der türkische Botschafter in Brüssel beschwert sich über ein Dresdner Musikprojekt – und die EU-Kommission entfernt … weiterlesen

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FAZ

vom 26.04.2016

Die große Katastrophe bleibt nur halb aus. Der Beschreibungstext des Konzertprojektes „Aghet – Die große Katastrophe“ der Dresdner … weiterlesen

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Financial Times

vom 30.11.2015

Helmut Oehring’s Massaker, hört ihr MASSAKER!, given its world premiere in Berlin last Friday, is dedicated to the protesters of … weiterlesen

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Kultur extra

vom 30.11.2015

Zwischen Orient und Abendland liegt Armenien, es bildet mit dem Berg Ararat, auf dem einst Noahs Arche landete, gewisser … weiterlesen

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Neues Deutschland

vom 01.12.2015

Im Gang des Foyers blickte einem auf gereihten Fotos das ganze Elend dieser Welt an. Frank Schultze und Christoph Püschner haben diese Bilder … weiterlesen

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ADK

Ausgabe 4/2015

Schon die Ankündigung „Ein Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker besetzt mit armenischen, türkischen und europäischen … weiterlesen


Codex Dresdensis

Codex Dresdensis

Vielleicht erinnern Sie sich noch an den 21. Dezember 2012. An diesem Tag sollte eigentlich die Welt untergehen. Esoteriker und Astrologen sagten Naturkatastrophen unbekannten Ausmaßes voraus und verwiesen auf eine angebliche Prophezeihung aus dem uralten Kalender der Maya. Wie zu erwarten, verstrich der Tag wie alle anderen zuvor. Für die Maya selbst bedeutete dieses bedeutende Datum das Ende eines 400-jährigen Baktuns und markierte gleichzeitig den Beginn eines neuen Zeitabschnitts.

Eine der drei weltweit erhaltenen Maya-Handschriften und zugleich die einzige öffentlich zugängliche ist der Codex Dresdensis, der in der Schatzkammer der Sächsischen Staatsbibliothek, Landes- & Universitätsbibliothek Dresden ausliegt und der entscheidend zum Verständnis des Maya-Kalenders beigetragen hat. Aus dem Konzertsaal unter der Schatzkammer verbanden sich die Dresdner Sinfoniker am 21.12. um Mitternacht live über den Ozean hinweg mit Maya-Musikern und einer Maya-Sängerin in Mexico City und begrüßten mit ihnen gemeinsam das 14. Baktun. Eine musikalische Verbeugung vor einer uralten Kultur und eine Feier der Zeitenwende – weltumspannend und berührend zugleich.

Jens Legler, E-Gitarre – Deutschland
Jesús Lara, Bassgitarre – Mexiko
Luis Miguel Costero, Drums – Mexiko
José Areán, Dirigent – Mexiko
Sara Curruchich Cúmez, Maya-Sängerin aus Guatemala
Gonzalo Ceja und Horacio Franco, Maya-Instrumente
Tom Roeder, Lichtgestaltung und Pyrotechnik

Eine Produktion der Dresdner Sinfoniker in Kooperation mit der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und Förderung von der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen sowie der Stadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz. Mit freundlicher Unterstützung von Lufthansa, Lichtenauer Mineralquellen, Radeberger, Kronsegler, DJ Bongo und Neumann & Müller Veranstaltungstechnik.

Termine

21. Dezember 2012 | 21:30 Uhr | Dresden
Sächsische Landesbibliothek
Konzert zum Ende der Zeit
Liveübertragung auf arte concert, Deutschlandradio Kultur und MDR

Silvestre Revueltas – Sensemayá, – Homenaje a Federico Garcia Lorca
Enrico Chapela – Lo Nato Es Neta
Enrico ChapelaAlbactún
Uraufführung mit Liveschaltung ins Museo Anahuacalli, Mexico City

14. März 2014 | 20:30 Uhr | Mexiko Stadt
Palast der Schönen Künste
Konzert im Rahmen des FMX Festival

Aktuelles

Offener Brief an Frank-Walter Steinmeier | Absage des Konzertes in Istanbul

Lieber Frank-Walter Steinmeier, die schriftliche Antwort und Absage des Auswärtigen Amts auf unseren ausdrücklichen Wunsch, das Konzert in Istanbul nicht zu verschieben, endet mit den Worten: “Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass  … weiterlesen

Protest gegen den Ausstieg der Türkei aus der EU-Kulturförderung wegen des Projektes “aghet – ağıt”

Wir protestieren aufs Schärfste gegen die Entscheidung der Türkei, sich nicht mehr am EU-Kulturprogramm zu beteiligen. Laut türkischen Medienberichten und Aussage der EACEA … weiterlesen

Steinmeier lobt “aghet – ağıt” Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker

„Die Deportation der armenischen Bevölkerung aus Anatolien liegt rund hundert Jahre zurück. Doch die offizielle Versöhnung des armenischen und des türkischen Volks über die Ereignisse in den Jahren 1915/16 steht weiter aus. Umso wichtiger sind Impulse für … weiterlesen

Künstler

Premil Petrović

Dirigent

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Pianist

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Musikmaschinist

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Enrico zählt zu den aufregendsten Talenten der zeitgenössischen Musik aus Lateinamerika. Er erhielt seine Ausbildung am Centro de … weiterlesen

Tom Götze

Bass

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Perkussionist

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Tenor

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FAZ

vom 23.04.2016

Die Türkei macht auf europäischer Ebene Druck gegen das Konzertprojekt „Aghet“ der Dresdner Sinfoniker zum Genozid an den … weiterlesen

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Spiegel Online

vom 23.04.2016

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Spiegel Online

vom 25.04.2016

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FAZ

vom 26.04.2016

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Financial Times

vom 30.11.2015

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Kultur extra

vom 30.11.2015

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Neues Deutschland

vom 01.12.2015

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ADK

Ausgabe 4/2015

Schon die Ankündigung „Ein Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker besetzt mit armenischen, türkischen und europäischen … weiterlesen


Neue Meister

Neue Meister

Musaik & Dresdner Sinfoniker

Neue Meister

Am 14. Juni 2019 wurde im Festspielhaus Hellerau eine neue Komposition aufgeführt, deren Entstehungsprozess ungewöhnlich war: Andreas Gundlach, Komponist und Pianist, entwickelte zusammen mit Kindern aus dem Dresdner Stadtteil Prohlis ein zeitgenössisches Stück, welches sodann als Finale des Konzertes der Dresdner Sinfoniker erklang. Die Neuen Meister sind Mitglieder des Kinderorchesters Musaik, einer Initiative des sozialen Musikprojektes Musaik – Grenzenlos Musizieren e.V., das in Dresden-Prohlis nach dem südamerikanischen Vorbild El Sistema seit 2017 kostenlosen Instrumentalunterricht anbietet. 35 Kinder aus diesem Dresdner Stadtteil tüftelten zusammen mit den Dresdner Sinfonikern und dem Komponisten Andreas Gundlach zunächst an der neuen Komposition, probten sie dann mehrere Wochen lang und führten sie dann schließlich gemeinsam mit den Dresdner Sinfonikern im Festspielhaus Hellerau auf.

Die Komposition gleicht einer musikalischen Reise, einem Experiment mit offenem Ausgang, das sich am Können der 6-12-jährigen Teilnehmer orientierte – und ihnen zeigte, dass ihr Engagement und die Verantwortung, die sie als Musiker*innen übernehmen, auf unmittelbare Anerkennung stoßen. Die unterschiedlichen kulturell-sozialen Hintergründe der Kinder wurden von ihnen nicht als Barriere empfunden – die verschiedenen Muttersprachen und kulturellen Erfahrungen waren eine der Inspirationsquellen für die Arbeit an der Gemeinschaftskomposition.

Vor diesem außergewöhnlichen Finale spielten die Dresdner Sinfoniker unter der Leitung des serbischen Dirigenten Premil Petrović „Shaker Loops“ von John Adams, “Musica Celestis“ von Aaron Jay Kernis sowie „Last Round“ des argentinischen Komponisten Osvaldo Golijov.

Eine Produktion der Dresdner Sinfoniker in Kooperation mit Musaik – Grenzenlos Musizieren und Hellerau – Europäisches Zentrum der Künste Dresden. Mit freundlicher Unterstützung der Robert Bosch Stiftung, des Quartiersmanagement Prohlis und seines Projektes „Zu Hause in Prohlis“ und der WGS (Wohnungsgenossenschaft “Glückauf” Süd Dresden). Die Dresdner Sinfoniker werden mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes und durch die Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz .

Termine

13. Juni 2019 | 12 Uhr | Dresden
Turnhalle der 121. Oberschule Georg Palitzsch
Schülerkonzert

14. Juni 2019 | 18 Uhr | Dresden
HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste
Dresdner Sinfoniker spielen gemeinsam
mit den Kindern von Musaik – Grenzenlos Musizieren
Tickets hier erhältlich

Aktuelles

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Protest gegen den Ausstieg der Türkei aus der EU-Kulturförderung wegen des Projektes “aghet – ağıt”

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Mitwirkende

Musaik

Kinderorchester

Im Rahmen des Kunst- und Kulturprojekts “ZU HAUSE in Prohlis”, welches vom Societaetstheater und dem Quartiersmanagement … weiterlesen

Premil Petrović

Dirigent

Premil Petrović ist Gründer, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des No Borders Orchestra. Er hat Dirigieren unter Professor Winfried … weiterlesen

Andreas Gundlach

Komponist

Andreas Gundlach, 1975 in Hannover geboren, begann nach dem Zivildienst 1995 in Dresden ein Klavierstudium an der Hochschule für Musik Carl Maria … weiterlesen

Andreas Boyde

Pianist

Der gefragte Pianist bereist international führende Musikzentren und konzertiert als Solist mit namhaften Orchestern wie dem London … weiterlesen

Enrico Chapela

Komponist

Enrico zählt zu den aufregendsten Talenten der zeitgenössischen Musik aus Lateinamerika. Er erhielt seine Ausbildung am Centro de … weiterlesen

Tom Götze

Bass

Tom Götze, geboren 1968 in Dresden, studierte von 1984 bis 1990 Tuba, Bassgitarre und Kontrabass an der Musikhochschule in Dresden. Seit seinem … weiterlesen

Harald Thiemann

Perkussionist

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Jan Zehrfeld

Gitarrist

Der Münchner Gitarrist, Komponist und Arrangeur studierte Jazzgitarre am GIT (Los Angeles), der Kunstuniversität Graz, der Sibelius … weiterlesen

Juanra Urrusti

Tenor

Der mexikanische Tenor und Komponist studierte Komposition und Operngesang am Centro de Investigación y Estudios de la Música … weiterlesen

Blazko Scaniglia

Bassbariton

Blazko Scaniglia ist ein mexikanischer Sänger und Songwriter. Seine theatralische Persönlichkeit und seine Liebe für den Operngesang … weiterlesen

Hazel Mendoza

Tenor

Hazel Mendoza Fuentes studiert Komposition an der Fakultät für Musik der Universidad Nacional Autónoma de México. Im Jahr 2016 … weiterlesen

Humberto Alarcon

Tenor

Der 1990 in Mexiko-Stadt geborene Sänger begann sein musikalisches Studium am Centro de Educación Artística des Instituto Nacional … weiterlesen

Medienecho

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DNN

vom 17.06.2019

Nach vielen Auftritten im Viertel haben sich die Prohliser nun mit den Dresdner Sinfonikern zusammengetan, um ein ambitioniertes … weiterlesen

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Spiegel Online

vom 23.04.2016

Die Türkei hat offenbar auf EU-Ebene gegen das Konzertprojekt “Aghet” der Dresdner Sinfoniker zum Genozid an den … weiterlesen

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Spiegel Online

vom 25.04.2016

Der türkische Botschafter in Brüssel beschwert sich über ein Dresdner Musikprojekt – und die EU-Kommission entfernt … weiterlesen

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FAZ

vom 26.04.2016

Die große Katastrophe bleibt nur halb aus. Der Beschreibungstext des Konzertprojektes „Aghet – Die große Katastrophe“ der Dresdner … weiterlesen

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Financial Times

vom 30.11.2015

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Kultur extra

vom 30.11.2015

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Neues Deutschland

vom 01.12.2015

Im Gang des Foyers blickte einem auf gereihten Fotos das ganze Elend dieser Welt an. Frank Schultze und Christoph Püschner haben diese Bilder … weiterlesen

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ADK

Ausgabe 4/2015

Schon die Ankündigung „Ein Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker besetzt mit armenischen, türkischen und europäischen … weiterlesen


20 Jahre Dresdner Sinfoniker

20 Jahre Dresdner Sinfoniker

Jubiläumskonzert
1998 – 2018

20 Jahre
Dresdner Sinfoniker

Am 1. November 2018 feierten die Dresdner Sinfoniker ihren 20. Geburtstag mit der Aufführung von drei Werken unterschiedlichster Komponisten, Solisten und Besetzungen. Das Jubiläumskonzert, welches im Rahmen der Jazztage Dresden im Erlwein Capitol stattfand, war ein großer Erfolg – Michael Ernst schreibt in der „neue musikzeitung“ vom 4.11.2018 unter dem Titel „Da, wo es weh tut – 20 Jahre Dresdner Sinfoniker“:

Eine Welt ohne Grenzen, das ist ihr Ziel. Keine unüberwindlichen Hürden, mit denen Menschen es anderen Menschen schwer machen, sich frei zu bewegen und frei zu denken; aber auch keine Genrezuschreibungen, die musikalische Tabuzonen festlegen und Innovationen wie Improvisationen verhindern. (….) Die legendäre Geburtsstunde der Dresdner Sinfoniker liegt jetzt genau zwei Jahrzehnte zurück. Sie wäre wohl kaum einer Erwähnung wert, wenn dieses Ensemble, dem Musikerinnen und Musiker aus namhaften deutschen und europäischen Orchestern angehören, nicht immer wieder mit musikalischer Qualität und inhaltlicher Spezifik für Aufmerksamkeit gesorgt hätte. Ihr gemeinsames Ziel ist ein hehres: Durch den Geist der Musik Menschen berühren und die Welt zum Guten verändern. (…) Sachsens Kunstministerium Eva-Maria Stange brachte es in ihrer Laudatio zum Jubiläumskonzert so auf den Punkt: Die Dresdner Sinfoniker seien „immer da, wo es wehtut“. Mit dieser Konsequenz haben die Dresdner Sinfoniker nun auch ihr Jubiläumskonzert zum zwanzigjährigen Bestehen gestaltet. Höchst unterschiedliche Musikerpersönlichkeiten wie Frank Zappa, Andreas Gundlach und Enrico Chapela durften darin mit ihren Werken gratulieren.

Zappas Musik, von der die Sinfoniker seit ihren Anfängen fasziniert gewesen sind, war im Zusammenwirken mit dem Universal Druckluftorchester von Peter Till zu hören, einem Bastler und Klangzauberer, dessen orchestrales Instrumentarium mit „Musik auf Rädern“ beworben wird. Denn all die in der Tat mit Druckluft betriebenen Blas- und Tasteninstrumente dieses Ein-Mann-Orchesters finden auf einem italienischen Dreirad, einer umgebauten Ape Platz. Vom Fahrersitz aus bedient der Musikmaschinist sein optisch wie akustisch unvergleichliches Orchestrium, zu dem diesmal auch eine stehende Leucht-Marimba gehörte. Nach einem Sinfoniker-Solo wurden zwei weitere Teile aus Zappas letzter großen Hinterlassenschaft „The Yellow Shark“ von 1993 in diesem rauschenden und putzig blinkernden Zusammenspiel umgesetzt; bei allem Ulk ein eindrücklicher Beweis für das immense Musikantentum sowohl des vor 25 Jahren verstorbenen Komponisten als auch sämtlicher Protagonisten, insbesondere von Peter Till auf seinem Musikmobil.

Herausforderungen ganz andere Art hatte der Komponist und Tastenvirtuose Andreas Gundlach zu bewältigen, der zum Sinfonikerjubiläum ein Konzert für Synthesizer, Klavier und Orchester verfasst hat. Dessen Titel „Quartüürium“ deutet bereits an, dass es um Quarten und viertönige Melodieläufe gehen sollte, doch was dann erklang (und aufgrund einer plötzlichen Verhinderung des ursprünglich für den Klavierpart vorgesehenen Pianisten Andreas Boyde von Gundlach allein zu bewältigen war), das ist ein virtuoses Feuerwerk gewesen. Mal ein wechselseitiges Treiben von Orchestertutti und Soloinstrument, mal geheimnisvoll jazzige Impulse, dann wieder vertrackte Tastenläufe zu heftigem Streichersound sowie hier und da auch ein wie versteckt wirkender Ruhepol – als hätte in dieser mit großem Beifall bedachten Uraufführung das klangliche Spektrum des Dresdner Sinfoniker in seiner Gesamtheit abgebildet werden sollen.

Auch das dritte Stück des Geburtstagsabends war eine Uraufführung, eine konzertante, die freilich ansatzweise schon szenische Elemente verriet. Mit der Rockoper „Disidentes“ des mexikanischen Komponisten Enrico Chapela sind wiederum wichtige Traditionslinien der Sinfoniker aufgegriffen worden, denn sowohl die innovative Musiksprache in einer Melange aus folkloristischen Elementen und klassischer Moderne als auch die Positionierung eines humanistischen Anspruchs kamen in diesem Opus zum Tragen. Der 1974 in Mexiko-Stadt geborene Chapela hat in „Disidentes“ an die Protestbewegungen von 1968 erinnern wollen, freilich nicht an die von Berlin, Paris oder Prag, sondern an das Massaker vom 2. Oktober 1968 auf der Plaza de las Tres Culturas in Mexiko-Stadt. Hunderte Studenten wurden damals ermordet, nur wenige Tage vor der von keinem Boykottgedanken gestreiften Olympiade; all diesen Opfern des Massakers von Tlatelolco (so nach dem Stadtteil benannt, in dem diese Verbrechen stattfanden) hat Chapela ein klingendes Denkmal gesetzt. Notiert für großes Orchester, Band und vier Solisten, entfachte das Werk mexikanisches Flair ebenso wie brachiale Rhythmik, mit der die Forderungen der Protestierenden ebenso wie die brutale Niederschlagung durch das Regime kommentiert worden sind. Die Sänger Juanra Urrusti, Hazel Mendoza und Humberto Alarcón (alle Tenor) sowie Blazko Scaniglia (Bassbariton) schlüpften in unterschiedlichste Rollen und machten die Vorgänge zu einem nahegehenden Ereignis. Der als E-Gitarrist mitwirkende Enrico Chapela wurde für seine Komposition heftig gefeiert.

Programm

1. November 2018 | 20 Uhr | Dresden
Erlwein Capitol, Ostrapark

Jubiläumskonzert 20 Jahre Dresdner Sinfoniker
Eröffnungskonzert der Jazztage Dresden
Konzertmitschnitt Deutschlandfunk Kultur

Frank Zappa
– Be-Bop Tango (Dresdner Sinfoniker)
– Uncle Meat (Universal Druckluft Orchester)
– G-Spot Tornado (Dresdner Sinfoniker & Universal Druckluft Orchester)

Andreas Gundlach
– Quartüüryum (Uraufführung)
Konzert für Synthesizer, Klavier & Orchester)

Enrico Chapela
– Disidentes (konzertante Uraufführung)
Oper für 4 Sänger, Rockband & Orchester)

Dirigent: Premil Petrović

Im Anschluss an das Konzert Jubiläumsparty mit DJ Bongo

Eine Produktion der Dresdner Sinfoniker in Kooperation mit den Jazztagen Dresden. Gefördert durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung gemeinsam mit der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen und die Landeshauptstadt Dresden – Amt für Kultur und Denkmalschutz.  Das Konzert wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des von den Abgeordneten des Sächsischen Landtags beschlossenen Haushaltes. Mit freundlicher Unterstützung der GEMA-Stiftung und Neumann & Müller Veranstaltungstechnik.

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Pianist

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Musikmaschinist

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Enrico Chapela

Komponist

Enrico zählt zu den aufregendsten Talenten der zeitgenössischen Musik aus Lateinamerika. Er erhielt seine Ausbildung am Centro de … weiterlesen

Tom Götze

Bass

Tom Götze, geboren 1968 in Dresden, studierte von 1984 bis 1990 Tuba, Bassgitarre und Kontrabass an der Musikhochschule in Dresden. Seit seinem … weiterlesen

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Juanra Urrusti

Tenor

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Medienecho

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DNN

vom 02.07.2018

Die Dresdner Sinfoniker könnten heute ihr 20jähriges Bestehen feiern. Könnten, doch das dazu gehörende Geburtstags-Konzert soll …weiterlesen

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Sächsische Zeitung

vom 30.10.2018

Irgendwas ist immer. Andreas Gundlach gibt am Montag zur Probe diese Binsenweisheit zum Besten und bleibt völlig entspannt. Wenige …weiterlesen

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DNN

vom 30.10.2018

Die Dresdner Sinfoniker sind mit Abstand das konservativste Orchester in Sachsen: Sie bleiben einfach nur ihrem Innovations …weiterlesen

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DNN

vom 03.11.2018

2018 ist ein Jahr zahlreicher „runder“ Jahrestage, die, angefangen beim 2. Prager Fenstersturz, durchaus nicht sämtlich als Jubiläen …weiterlesen

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ADK

Ausgabe 4/2015

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Ferndirigat

Das erste Ferndirigat der Welt

10-jähriges Jubiläum der Dresdner Sinfoniker

Das Ferndirigat

Seit ihrer Gründung sorgten die Dresdner Sinfoniker mit spektakulären Projekten für Aufsehen. Anlässlich ihres zehnten Geburtstages hatten sich die Dresdner Sinfoniker etwas ganz Besonderes ausgedacht: Ein ferndirigiertes Orchester.

Der Dirigent Michael Helmrath dirigierte das Orchester von London aus per Satellit live. Mit ihm zusammen führte ein Drehorgelspieler die Star-Wars-Ouvertüre auf. Beide wurden auf eine transparente Leinwand in den Kulturpalast Dresden übertragen und musizierten so gemeinsam mit den Dresdner Sinfonikern. Für das Dresdner Publikum war Michael Helmrath der Ferndirigent. Die Londoner werden ihn und seinen Drehorgelspieler wohl für Straßenmusiker gehalten haben.

Nach diesem futuristischen Entrée übernahm der estnische Dirigent Olari Elts in Dresden die Leitung des weiteren, nicht minder spannenden Programms:

Torsten Rasch
Excantare Fruges (Uraufführung)
Enrico Chapela
Noctámbulos für Rocktrio und Orchester (Uraufführung)
Erkki-Sven Tüür
Sinfonie Nr. 5 für Bigband und Orchester

Jens Legler  E-Gitarre
Jesús Lara  Bassgitarre
Luis Miguel Costero  Drums
Berlin Jazz Orchestra
Dresdner Sinfoniker
Dirigenten
Olari Elts, live in Dresden
Michael Helmrath, live aus London

Konzerte

6. September 2008 | 20 Uhr | Dresden
Kulturpalast Dresden
Jubiläumskonzert zum
10-jährigen Bestehen
Im Anschluss Jubiläumsparty mit DJ Bongo

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Personen

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Andrea Molino

Dirigent

Der Komponist und Dirigent Andrea Molino ist in Turin geboren und lebt heute in Zürich. Er war von 1996 bis 2007 musikalischer Leiter der … weiterlesen

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Zeynep Gedizlioğlu

Komponistin

Geboren 1977 in Izmir, studierte Zeynep Gedizlioğlu Komposition bei Cengiz Tanc, Theo Brandmüller, Ivan Fedele und Wolfgang Rihm … weiterlesen

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Vache Sharafyan

Komponist

Vache Sharafyan gehört zu den bedeutensten Komponisten Armeniens und genießt ein großes internationales Ansehen. 1985 gewann … weiterlesen

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Helmut Oehring

Komponist

Helmut Oehring, 1961 in Ost-Berlin geboren, als Gitarrist und Komponist Autodidakt, war 1992–1994 Meisterschüler Georg Katzers an der … weiterlesen

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Markus Rindt

Intendant

Der Intendant der Dresdner Sinfoniker wurde 1967 in Magdeburg geboren. Er besuchte von 1979-1985 die Spezialschule für Musik Carl-Maria … weiterlesen

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Marc Sinan

Gitarre

Der Gitarrist und Komponist Marc Sinan ist Sohn einer türkisch-armenischen Mutter und eines deutschen Vaters. Marc Sinans … weiterlesen

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Araik Bartikian

Duduk

Araik Bartikian wurde 1962 in Gavar, Armenien, geboren. Seinen ersten Instrumentalunterricht erhielt er von seinem Großvater … weiterlesen

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Matthias Worm

Viola

Matthias Worm, geboren in Berlin, erhielt bereits im Alter von 8 Jahren ersten Violinunterricht. Auf sein Abitur im Jahre 1977 folgt von … weiterlesen

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Premil Petrović

Dirigent

Premil Petrović ist Gründer, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des No Borders Orchestra. Er hat Dirigieren unter Professor Winfried … weiterlesen

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Olaf Katzer

Chorleitung

Olaf Katzer ist seit 2011 Dirigent des Dresdner Kammerchores. Neben eigenen Konzerten leitet er Einstudierungen für Hans- Christoph … weiterlesen

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Stefanie Wördemann

Libretto

Stefanie Wördemann, geboren 1974 bei Hamburg, studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der HU Berlin und war Gründungs-mitglied … weiterlesen

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Carl Thiemt

Countertenor

Carl Thiemt begann seine musikalische Laufbahn in den Dresdener Kinder- und Knabenchören. Schon vor seinem Gesangsstudium beschäftigte … weiterlesen

Medienecho

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Sächsische Zeitung

vom 08.09.2008

Wenn Michael Helmrath allein am Themse-Ufer steht und John Williams‘ Ouvertüre zu “Star Wars” dirigiert und synchron dazu die … weiterlesen

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DNN

vom 08.09.2008

Ob das Schule macht? Das Orchester an einem Ort, der Dirigent an einem anderen? Zumindest geschah das am Sonnabend im … weiterlesen

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Sächsische Zeitung

vom 30.07.2008

Eine Jazzband gründen – das war die Ur-Idee. Oder besser gleich ein Orchester? Solche leicht verrückten Scherze entstehen unter Leuten wie … weiterlesen

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Financial Times

vom 30.11.2015

Helmut Oehring’s Massaker, hört ihr MASSAKER!, given its world premiere in Berlin last Friday, is dedicated to the protesters of … weiterlesen

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Neues Deutschland

vom 01.12.2015

Im Gang des Foyers blickte einem auf gereihten Fotos das ganze Elend dieser Welt an. Frank Schultze und Christoph Püschner haben diese Bilder … weiterlesen

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Kultur extra

vom 30.11.2015

Zwischen Orient und Abendland liegt Armenien, es bildet mit dem Berg Ararat, auf dem einst Noahs Arche landete, gewisser … weiterlesen

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ADK

Ausgabe 4/2015

Schon die Ankündigung „Ein Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker besetzt mit armenischen, türkischen und europäischen … weiterlesen


Hochhaussinfonie

Hochhaussinfonie

Pet Shop Boys & Panzerkreuzer Potemkin

Die Hochhaussinfonie

Keine Bühne, kein Orchestergraben und keine engen Stuhlreihen – als Konzertort hatten sich die Dresdner Sinfoniker den 37 Meter hohen und mit 240 Metern längsten bewohnten Plattenbau Europas ausgesucht. Die Musiker verteilten sich auf 43 beleuchtete Balkone und das britische Pop-Duo Pet Shop Boys thronte über der Leinwand, auf der Eisensteins «Panzerkreuzer Potemkin» flimmerte. Und als wäre das alles noch nicht genug, schwebte der US-amerikanische Dirigent Jonathan Stockhammer in einem Kran-Korb meterhoch über der einstigen DDR-Vorzeige-Flaniermeile und gab von dort aus den Takt für die Musiker an. Mehr als 10.000 Menschen standen davor und sahen dem ungewöhnlichen Spektakel zu.

Bevor jedoch Eisensteins Stummfilmklassiker «Panzerkreuzer Potemkin» auf der zwischen den Balkonen angebrachten Leinwand anlief, wurden Original-Sequenzen und Fotos auf die Fassade des teilweise noch bewohnten Blocks projiziert, die sich mit der Geschichte der DDR und dem Platz zwischen Dresdner Hauptbahnhof und Altmarkt auseinander setzten. Denn der Ort für das multimediale Spektakel aus Film, Licht und Musik wurde sorgfältig ausgewählt. Durch seine wechselvolle Geschichte und seine Rolle als Brennpunkt während der politischen Wende 1989 ist die Prager Straße ein wahrhaft historischer Ort, der die Wirkung von Eisensteins Film noch verstärkt. Bilder aus Überwachungskameras und aus den Archiven Dresdner Bürger reflektierten die Geschehnisse auf eindrucksvolle Weise und zeigen: Hier ist die Geschichte nicht erloschen, sondern sehr lebendig. Nicht zuletzt durch die Menschen, die 1989 dabei waren und die auch heute noch zum Teil auf der Prager Straße wohnen. Die Musik zur «Hochhaussinfonie» schufen Neil Tennant und Chris Lowe gemeinsam mit den Dresdner Sinfonikern bereits im Jahr 2004. Sie ist eine Mischung aus den elektronischen, pop-orientierten Klängen, mit denen es den «Pet Shop Boys» gelang, sich weltweit einen guten Namen zu machen und mehr als 30 Millionen Platten zu verkaufen, sowie der Tiefe und Fülle eines klassischen, aber dennoch modernen Klangkörpers.

So entstand nach Edmund Meisel und Dmitri Schostakowitsch jetzt die dritte offizielle Vertonung des Films, die von den Dresdner Sinfonikern bereits im September 2004 vor 35.000 Zuschauern auf dem Londoner Trafalgar Square uraufgeführt wurde.

Text: Andreas Weihs

Konzerte

12. September 2004 | 19 Uhr | London
Trafalgar Square

20. Juli 2006 | 20 Uhr | Dresden
Prager Straße

Aktuelles

Offener Brief an Frank-Walter Steinmeier | Absage des Konzertes in Istanbul

Lieber Frank-Walter Steinmeier, die schriftliche Antwort und Absage des Auswärtigen Amts auf unseren ausdrücklichen Wunsch, das Konzert in Istanbul nicht zu verschieben, endet mit den Worten: “Nichtsdestotrotz bin ich davon überzeugt, dass  … weiterlesen

Protest gegen den Ausstieg der Türkei aus der EU-Kulturförderung wegen des Projektes “aghet – ağıt”

Wir protestieren aufs Schärfste gegen die Entscheidung der Türkei, sich nicht mehr am EU-Kulturprogramm zu beteiligen. Laut türkischen Medienberichten und Aussage der EACEA … weiterlesen

Steinmeier lobt “aghet – ağıt” Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker

„Die Deportation der armenischen Bevölkerung aus Anatolien liegt rund hundert Jahre zurück. Doch die offizielle Versöhnung des armenischen und des türkischen Volks über die Ereignisse in den Jahren 1915/16 steht weiter aus. Umso wichtiger sind Impulse für … weiterlesen

Personen

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Andrea Molino

Dirigent

Der Komponist und Dirigent Andrea Molino ist in Turin geboren und lebt heute in Zürich. Er war von 1996 bis 2007 musikalischer Leiter der … weiterlesen

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Zeynep Gedizlioğlu

Komponistin

Geboren 1977 in Izmir, studierte Zeynep Gedizlioğlu Komposition bei Cengiz Tanc, Theo Brandmüller, Ivan Fedele und Wolfgang Rihm … weiterlesen

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Vache Sharafyan

Komponist

Vache Sharafyan gehört zu den bedeutensten Komponisten Armeniens und genießt ein großes internationales Ansehen. 1985 gewann … weiterlesen

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Helmut Oehring

Komponist

Helmut Oehring, 1961 in Ost-Berlin geboren, als Gitarrist und Komponist Autodidakt, war 1992–1994 Meisterschüler Georg Katzers an der … weiterlesen

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Markus Rindt

Intendant

Der Intendant der Dresdner Sinfoniker wurde 1967 in Magdeburg geboren. Er besuchte von 1979-1985 die Spezialschule für Musik Carl-Maria … weiterlesen

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Marc Sinan

Gitarre

Der Gitarrist und Komponist Marc Sinan ist Sohn einer türkisch-armenischen Mutter und eines deutschen Vaters. Marc Sinans … weiterlesen

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Araik Bartikian

Duduk

Araik Bartikian wurde 1962 in Gavar, Armenien, geboren. Seinen ersten Instrumentalunterricht erhielt er von seinem Großvater … weiterlesen

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Matthias Worm

Viola

Matthias Worm, geboren in Berlin, erhielt bereits im Alter von 8 Jahren ersten Violinunterricht. Auf sein Abitur im Jahre 1977 folgt von … weiterlesen

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Premil Petrović

Dirigent

Premil Petrović ist Gründer, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des No Borders Orchestra. Er hat Dirigieren unter Professor Winfried … weiterlesen

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Olaf Katzer

Chorleitung

Olaf Katzer ist seit 2011 Dirigent des Dresdner Kammerchores. Neben eigenen Konzerten leitet er Einstudierungen für Hans- Christoph … weiterlesen

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Stefanie Wördemann

Libretto

Stefanie Wördemann, geboren 1974 bei Hamburg, studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der HU Berlin und war Gründungs-mitglied … weiterlesen

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Carl Thiemt

Countertenor

Carl Thiemt begann seine musikalische Laufbahn in den Dresdener Kinder- und Knabenchören. Schon vor seinem Gesangsstudium beschäftigte … weiterlesen

Medienecho

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DNN

vom 21.07.2008

Ok, stellen Sie sich mal vor, es ist 1988, Sie sitzen in Pantoffeln in ihrer Neubauwohnung, warten auf die Wende und lesen folgende … weiterlesen

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Die Zeit

vom 21.07.2008

Revolution ist Krieg. Der erste Satz eines Lenin-Zitates flimmerte am Donnerstagabend über die riesige Leinwand in der Dresdner … weiterlesen

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Lausitzer Rundschau

vom 22.07.2008

Das hat es so noch nie gegeben! Und es war zweifelsohne eine gewaltige Herausforderung: Die «Hochhaussinfonie» auf der Prager … weiterlesen

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Financial Times

vom 30.11.2015

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Neues Deutschland

vom 01.12.2015

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Kultur extra

vom 30.11.2015

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ADK

Ausgabe 4/2015

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Oktober

OKTOBER

Stummfilmkonzert

Oktober

Eisensteins Reenactment der Oktoberrevolution, 10 Jahre später zum Teil mit den historischen Protagonisten an Originalschauplätzen inszeniert, ist Parteinahme, Kommentar, ironisches Spiel mit der Selbstinszenierung der Macht und avancierte Filmkunst. Wir zeigen eine 2012 vom Filmmuseum München restaurierte Fassung mit neuer Musik nur für diesen Abend. Vier Musiker der Dresdner Sinfoniker vertonen live und vor der Leinwand in der Schauburg. Eine Uraufführung!

Rolf Zielke
Musikalische Leitung und Keyboards
Heiko Jung
Drums und Percussion
Sascha Friedl
Flöte und Subkontrabassflöte
Stephan Braun
E-Cello

Stummfilm von Sergej Eisenstein und Grigori Alexandrow, UdSSR 1928

Eine Kooperation des Staatsschauspiels Dresden mit dem Filmtheater Schauburg und den Dresdner Sinfonikern.

Termine

25. Oktober 2017 | 19:30 Uhr | Dresden
Filmtheater Schauburg
Stummfilm-Konzert

Aktuelles

Offener Brief an Frank-Walter Steinmeier | Absage des Konzertes in Istanbul

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Musiker

Rolf Zielke

Pianist

Rolf Zielke arbeitet mit internationalen Contemporary Jazz Projekten und mit brasilianischen, afro-kubanischen und orientalischen … weiterlesen

Stephan Braun

Cellist

Stephan Braun gilt als einer der interessantesten Cellisten in der europäischen Jazzszene. Er spielte Konzerte mit bekannten Musikern und … weiterlesen

Sascha Friedl

Flötist

Sascha Friedl ist eher ein Künstler der zurückgezogenen Sorte. So schwer es auch scheint, mit ihm in Kommunikation zu treten, umso … weiterlesen

Heiko Jung

Percussionist

Heiko Jung wurde 1971 in Mühlhausen geboren. Seit seinem 7. Lebensjahr nahm er Schlagzeug- und Klavierunterricht und studierte … weiterlesen

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Markus Rindt

Intendant

Der Intendant der Dresdner Sinfoniker wurde 1967 in Magdeburg geboren. Er besuchte von 1979-1985 die Spezialschule für Musik Carl-Maria … weiterlesen

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Marc Sinan

Gitarre

Der Gitarrist und Komponist Marc Sinan ist Sohn einer türkisch-armenischen Mutter und eines deutschen Vaters. Marc Sinans … weiterlesen

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Araik Bartikian

Duduk

Araik Bartikian wurde 1962 in Gavar, Armenien, geboren. Seinen ersten Instrumentalunterricht erhielt er von seinem Großvater … weiterlesen

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Matthias Worm

Viola

Matthias Worm, geboren in Berlin, erhielt bereits im Alter von 8 Jahren ersten Violinunterricht. Auf sein Abitur im Jahre 1977 folgt von … weiterlesen

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Dirigent

Premil Petrović ist Gründer, Chefdirigent und künstlerischer Leiter des No Borders Orchestra. Er hat Dirigieren unter Professor Winfried … weiterlesen

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Olaf Katzer

Chorleitung

Olaf Katzer ist seit 2011 Dirigent des Dresdner Kammerchores. Neben eigenen Konzerten leitet er Einstudierungen für Hans- Christoph … weiterlesen

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Stefanie Wördemann

Libretto

Stefanie Wördemann, geboren 1974 bei Hamburg, studierte Musikwissenschaft und Germanistik an der HU Berlin und war Gründungs-mitglied … weiterlesen

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Medienecho

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FAZ

vom 23.04.2016

Die Türkei macht auf europäischer Ebene Druck gegen das Konzertprojekt „Aghet“ der Dresdner Sinfoniker zum Genozid an den … weiterlesen

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Spiegel Online

vom 23.04.2016

Die Türkei hat offenbar auf EU-Ebene gegen das Konzertprojekt “Aghet” der Dresdner Sinfoniker zum Genozid an den … weiterlesen

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Spiegel Online

vom 25.04.2016

Der türkische Botschafter in Brüssel beschwert sich über ein Dresdner Musikprojekt – und die EU-Kommission entfernt … weiterlesen

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FAZ

vom 26.04.2016

Die große Katastrophe bleibt nur halb aus. Der Beschreibungstext des Konzertprojektes „Aghet – Die große Katastrophe“ der Dresdner … weiterlesen

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Financial Times

vom 30.11.2015

Helmut Oehring’s Massaker, hört ihr MASSAKER!, given its world premiere in Berlin last Friday, is dedicated to the protesters of … weiterlesen

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Kultur extra

vom 30.11.2015

Zwischen Orient und Abendland liegt Armenien, es bildet mit dem Berg Ararat, auf dem einst Noahs Arche landete, gewisser … weiterlesen

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Neues Deutschland

vom 01.12.2015

Im Gang des Foyers blickte einem auf gereihten Fotos das ganze Elend dieser Welt an. Frank Schultze und Christoph Püschner haben diese Bilder … weiterlesen

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ADK

Ausgabe 4/2015

Schon die Ankündigung „Ein Konzertprojekt der Dresdner Sinfoniker besetzt mit armenischen, türkischen und europäischen … weiterlesen